Communication Strategy
Oft ist schon alles da: Daten, Argumente, Ziele, Meinungen. Es fehlt die Entscheidung, was davon wirklich trägt. Meine Aufgabe ist dann vor allem, Dinge rauszuwerfen, bis der Kern sichtbar wird.
Seit mehr als 20 Jahren arbeite ich an Kommunikation. Und meistens beginnt die Arbeit dort, wo schon viel zu viel auf dem Tisch liegt. Themen, Interessen, Kanäle, gute Gründe. Am Ende muss trotzdem klar sein, was gesagt werden soll.
Die Seite ist kein Schaufenster mit abgeschlossenen Cases. Sie zeigt eher, wie ich auf Kommunikation schaue, woran ich arbeite und wie ich da hingekommen bin.
Wie ich auf Kommunikation schaue. Und warum mich die Frage vor dem Briefing oft mehr interessiert als das Briefing selbst.
Was ich tatsächlich mache, wenn hinter „Strategie“ mehr steckt als ein Deck.
Texte und Themen, an denen ich länger hängen bleibe. Oft Politik, fast immer Kommunikation.
Die wichtigsten Stationen. Im Rückblick ordentlicher, als sie sich unterwegs angefühlt haben.
Beratung, Workshops, Vorträge, Creative Direction. Je nachdem, was das Problem braucht.
Direkt schreiben oder dahin springen, wo ich ohnehin öffentlich unterwegs bin.
Man kann heute fast alles messen, testen, targeten und automatisieren. Hilfreich. Die Frage, ob etwas überhaupt wichtig oder interessant ist, nimmt einem davon allerdings nichts ab.
Ich habe Kreation geführt, politische Kampagnen gemacht, eine eigene Strategieagentur aufgebaut und arbeite heute wieder in einer großen Agentur. Die Rollen wechselten öfter als die Frage.
Bei Technologie interessiert mich selten die Feature-Liste. Spannend wird es, wenn sich Verhalten und Erwartungen verschieben. Social hat das getan. KI tut es gerade wieder. Was danach als normale Kommunikation gilt, ist die eigentliche Frage.
Ein Kommunikationsproblem kommt selten sauber beschriftet auf den Tisch. Meistens steckt Strategie drin, Kreation auch, manchmal ein kaputter Prozess. Und irgendwann landet die Frage bei Social.
Oft ist schon alles da: Daten, Argumente, Ziele, Meinungen. Es fehlt die Entscheidung, was davon wirklich trägt. Meine Aufgabe ist dann vor allem, Dinge rauszuwerfen, bis der Kern sichtbar wird.
Marken benehmen sich auf Social erstaunlich oft wie Gäste, die auf einer Party ungefragt ihre Präsentation anschließen. Mich interessiert, wie sie Teil der Unterhaltung werden, ohne sich dafür zu verkleiden.
Politische Kommunikation interessiert mich besonders, weil Menschen eben keine Wahlprogramme auf zwei Beinen sind. Sie reagieren auf Sprache, Zugehörigkeit, Alltag und Zumutungen. Sachlich recht zu haben ist dabei nur ein Teil der Arbeit.
KI produziert inzwischen in Sekunden Material, für das früher Zeit, Geld und Leute nötig waren. Content wird damit billig. Aufmerksamkeit nicht. Mich interessiert, was das mit Qualität, Ton und Wiedererkennbarkeit macht.
Ich habe genug Strategien gesehen, die auf Seite 47 immer noch logisch waren und am Montagmorgen trotzdem niemandem geholfen haben. Wer entscheidet? Wer macht? Wer darf widersprechen? Dieser Teil gehört für mich zur Strategie.
Ich komme aus der Kreation und bin deshalb vermutlich etwas misstrauisch gegenüber Strategie, die nur als Satz funktioniert. Irgendwann muss aus einem Gedanken etwas werden, das man sehen, hören oder erleben will.
Ich schreibe meistens dann, wenn mir eine Debatte zu schnell fertig erklärt vorkommt oder ich an einem Argument hängen bleibe. Beim Schreiben sortiert sich der Rest. Oft geht es um Politik. Kommunikation ist fast immer dabei. KI inzwischen auch.
Wenn ich vorher schon genau weiß, was am Ende steht, muss ich meistens keinen langen Text darüber schreiben. Interessant wird es, wenn ich beim Schreiben selbst noch sortieren muss.
Lebensläufe sehen im Rückblick immer ordentlicher aus, als sie waren. Meiner auch. Hier trotzdem die wichtigsten Stationen.
Ich passe selten sauber in eine Leistungsbeschreibung. Meistens werde ich dann sinnvoll, wenn ein Problem mehrere Disziplinen gleichzeitig erwischt.
Positionierung, Kommunikationsstrategie, Marken- und Contentfragen. Vor allem dann, wenn schon viel gedacht wurde und trotzdem noch keine klare Entscheidung da ist.
Wenn das Wissen längst im Raum ist, aber die gemeinsame Antwort fehlt. Dann hilft selten noch ein Deck. Meistens hilft ein guter Streit mit Ergebnis.
Kommunikation, digitale Kultur, Politik, Social, KI. Gern mit Leuten im Raum, die danach widersprechen.
Wenn aus Strategie etwas werden muss. Ich mag den Moment, in dem eine Idee den Schutz der Folie verliert und zeigen muss, ob sie wirklich trägt.
Dann ist meistens ein guter Zeitpunkt zu reden.